Koshiki No Kata

Dies ist die einzige Kata, die Jigoro Kano nicht selbst geschaffen, sondern von einer alten Schule - der Kitoryu - übernommen hat. Er hat die Techniken teilweise leicht verändert und sie als Koshiki no kata ins Kodokan-Judo aufgenommen.

 

Die 21 Techniken sind zwei Gruppen zugeordnet: Omote umfasst 14 Techniken, Ura deren sieben. Diese Kata erlaubt Einsichten in die Ursprünge des Judo.

Ursprünglich wurde diese Kata in Rüstungen ausgeführt, was die etwas schwerfällig und steif scheinenden Bewegungen begründet.


Omote (Vorderer Teil)

  • Tai (Bereitschaft)       
  • Yume no uchi (inmitten eines Traumes)       
  • Ryokuhi (der Kraft ausweichen)       
  • Mizu-guruma (Wasserrad)       
  • Mizu-nagare (das Fliessen des Wassers)       
  • Hiki-otoshi (ziehen und fallen lassen)       
  • Ko-daore (ins Leere fallen)       
  • Uchi-kudachi (zerschmettern)       
  • Tani-otoshi (Talfallzug)       
  • Kuruma-daore (umfallen eines Rades)       
  • Shikoro-dori (fasen des Genickschutzes)       
  • Shikoro-gaeshi (umdrehen des Genickschutzes)       
  • Yudachi (Regenschauer)       
  • Taki-otoshi (Sturz des Wasserfalls)

 

Ura (Hinterer Teil)

  • Mi-kudachi (zerschmettern des Körpers)       
  • Kuruma-gaeshi (Radwurf)       
  • Mizu-iri (eintauchen ins Wasser)       
  • Ryusetsu (Schnee auf dem Weidenbaum)       
  • Saka-otoshi (ungestümer Fall)       
  • Yuki-ore (Schneebruch)       
  • Iwa-nami (Welle am Felsen)

 

 

Quelle/Literaturhinweis:

Kano, Jigoro: Kodokan Judo. Herausgegeben unter der Aufsicht des Kodokan Redaktionsausschusses, übersetzt von Dieter Born. Bonn, Verlag Dieter Born (2007)

(ISBN 987-3-922006-25-1), S. 144 ff