Kodokan Goshin Jutsu

Kodokan goshin jutsu ist die einzige dieser Formen, die nicht von Jigoro Kano als Kata bezeichnet wurde. Darum steht dieser Ausdruck nicht im Titel. Eingeführt wurde Kodokan Goshin Jutsu 1956. Es ist eine Zusammenstellung von 21 Selbstverteidigungstechniken. 12 davon zeigen Abwehrtechniken gegen einen unbewaffneten Angreifer, neun gegen einen bewaffneten. Die verwendeten Waffen sind aus Holz.


Angriffe ohne Waffen

Die ersten sieben Angriffe sind aus der Nähe, die nächsten fünf aus der Distanz.

  • Ryote-dori (beide Hände ergreifen)       
  • Hidari-eri-dori (linkes Revers ergreifen)       
  • Migi-eri-dori (rechtes Revers ergreifen)       
  • Kata-ude-dori (Ergreifen eines Armes)       
  • Ushiro-eri-dori (Ergreifen des hinteren Revers)       
  • Ushiro-jime (Würgen von hinten)       
  • Kakae-dori (Umklammerung)       
  • Naname-uchi (diagonaler Schlag)       
  • Ago-tsuki (Fauststoss zum Kinn)       
  • Ganmen-tsuki (Fauststoss zum Gesicht)       
  • Mae-geri (Tritt nach vorne)       
  • Yoko-geri (Tritt zur Seite)

 

Angriffe mit Waffen

Die ersten drei Angriffe werden mit dem Messer ausgeführt, die zweiten drei mit einem Stock und die letzten drei mit Pistole.

  • Tsukkake (Stich)       
  • Choku-tsuki (Gerader Stich)       
  • Naname-tsuki (diagonaler Messerstich)       
  • Furi-age (zum Schlag ausholen)       
  • Furi-oroshi (Schlag nach unten)       
  • Morote-tsuki (beidhändiger Stich)       
  • Shomen-zuke (Pistole auf der Vorderseite aufgesetzt)       
  • Koshi-gamae (Pistole in Hüfthaltung)       
  • Haimen-zuke (Pistole auf der Rückseite aufgesetzt)

 

 

Quelle/Literaturhinweis:

Kano, Jigoro: Kodokan Judo. Herausgegeben unter der Aufsicht des Kodokan Redaktionsausschusses, übersetzt von Dieter Born. Bonn, Verlag Dieter Born (2007)

(ISBN 987-3-922006-25-1), S. 144 ff