Kime No Kata

Die Kime no kata wurde geschaffen, um die Grundlagen von Angriff und Verteidigung in realen Kampfsituationen zu unterrichten. Die Kime no kata umfasst 20 Techniken, wovon die ersten acht im Sitzen und die letzten 12 im Stehen ausgeführt werden. Alle diese Techniken sind in Situationen des normalen Lebens anwendbar, um sich gegen Angriffe zu verteidigen. Da sie Schläge auf lebenswichtige Punkte enthalten, sind sie im Randori verboten.


Erste Gruppe: Idori (kniend am Boden)

Die ersten fünf Angriffe sind ohne Waffe, bei den drei letzten Techniken greift Uke mit dem Tanto (Messer) an.

  • Ryote-dori (beide Hände ergreifen)       
  • Tsukkake (gerader Fauststoss)       
  • Suri-age (Handballenstoss zum Kopf)       
  • Yoko-uchi (seitlicher Schlag)       
  • Ushiro-dori (Fassen von hinten)       
  • Tsukkomi (gerader Messerstich)       
  • Kiri-komi (Messerschnitt von oben)       
  • Yoko-tsuki (seitlicher Stich)

 

Zweite Gruppe: Tachiai (stehend)

Von diesen 12 Techniken werden die ersten 8 Angriffe wieder ohne Waffe ausgeführt, für die neunte und zehnte Technik greift Uke mit dem Tanto (Messer) an und für die beiden letzten Techniken wird zum Angriff ein Katana (Schwert) verwendet. Für Wettkämpfe (Meisterschaften) sind vom Kodokan Holzwaffen (Holz-Tanto und Bokken) vorgeschrieben.

  • Ryote-dori (beide Hände ergreifen)       
  • Sode-tori (Ärmel greifen)       
  • Tsukkake (gerader Fauststoss)       
  • Tsuki-age (Aufwärtshaken)       
  • Suri-age (Handballenstoss zum Kopf)       
  • Yoko-uchi (seitlicher Schlag)       
  • Ke-age (Aufwärtstritt)       
  • Ushiro-dori (Fassen von hinten)       
  • Tsukkomi (gerader Messerstich)       
  • Kiri-komi (Messerschnitt von oben)       
  • Nuki-gake (Ziehen des Schwertes)       
  • Kiri-oroshi (Schnitt von oben)

 

 

Quelle/Literaturhinweis:

Kano, Jigoro: Kodokan Judo. Herausgegeben unter der Aufsicht des Kodokan Redaktionsausschusses, übersetzt von Dieter Born. Bonn, Verlag Dieter Born (2007)

(ISBN 987-3-922006-25-1), S. 144 ff